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Auf den Spuren des großen Romantikers

Caspar David Friedrich in Sachsen


Ein Künstlerleben in Sachsen

Begeben Sie sich mit uns auf die Spuren des Künstlers Caspar David Friedrich! Der am 5. September 1774 in Greifswald geborene Maler zog 1798 nach Dresden und verbrachte dort ganze 40 Jahre. 

Waren Sie einmal in Sachsen, übersehen Sie kaum noch, wie sehr Friedrichs Kompositionen von seiner Wahlheimat geprägt waren. Besonders deutlich zeigt es sich etwa auf seinen berühmten Gemälden "Der Wanderer über dem Nebelmeer" (Hamburger Kunsthalle), "Zwei Männer in Betrachtung des Mondes" (Galerie Neue Meister Dresden), "Felsenlandschaft im Elbsandsteingebirge" (Belvedere Wien) und "Der Träumer" (Eremitage St. Petersburg).

Friedrich fand in Sachsen nicht nur Inspiration für seine Kunst, sondern durchlief auch prägende Lebensphasen: er ließ sich als Maler nieder, feierte erste Erfolge und avancierte mit seiner Mitgliedschaft in der Königlich Sächsischen Akademie der Bildenden Künste in Dresden zum anerkannten Künstler. Außerdem heiratete er 1818 Caroline Brommer in der Dresdner Kreuzkirche und wurde Vater dreier Kinder.

Jedoch kam Friedrichs Kunst nach und nach aus der Mode und verarmt starb er 1840 in Dresden. Erst 1906 wurden seine Werke im Rahmen der Deutschen Jahrhundertausstellung in Berlin wiederentdeckt und Friedrichs Schaffen wird bis heute international gefeiert. Dieses Jahr steht er besonders im Fokus, schließlich würde er sein 250. Jubiläum begehen!

Begeben Sie sich auf die Spuren des bedeutenden Romantikers: Entdecken Sie seine Inspirationsquellen von atemberaubenden Naturlandschaften zu alten Gemäuern voller Geschichte. Auch die vielseitigen Ausstellungen mit Werken Friedrichs und seiner Zeitgenossen sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Inspirierend-romantisches Sachsen

Sächsische Landschaften

Immer wieder zog es Friedrich raus aus der Stadt auf ausgedehnte Wandertouren in die Umgebung. Zu seiner Zeit ging man noch elegant im Gehrock und mit Holzstock wandern. Seitdem hat sich unsere Wanderbekleidung zwar nach und nach zu technisch ausgetüftelter Multifunktionsausrüstung entwickelt, bei einer Wanderung auf Caspar David Friedrichs Spuren dürfte sich dennoch ein Gefühl der Romantik bei Ihnen einstellen. Wir verraten Ihnen, wo Friedrich seine Inspiration fand.

© Gunnar Feise

Sächsische Schweiz

Seine erste Wanderung durch die Sächsische Schweiz soll Friedrich 1799, also ein Jahr nach seiner Ankunft in Dresden unternommen haben.

Besuchen Sie das Elbsandsteingebirge, lohnt sich eine Wanderung auf dem Caspar-David-Friedrich-Weg. Von Krippen laufen Sie zur Kaiserkrone, zum Wolfsberg und anschließend über den Krippenberg wieder zurück zum Ausgangsort. Die etwa 14km lange Strecke ist mit Tafeln versehen, die über das Leben und Schaffen des Künstlers informieren.

Kunst-Tipp: Im Rahmen des Jubiläumsjahres 2024 werden besonders viele Zeichen- und Malkurse in der Sächsischen Schweiz angeboten. Bringen Sie die einzigartige Landschaft auf die Leinwand und begegnen Sie der Natur und sich selbst.

© Sylvio Dittrich, Schlösserland Sachsen

Zittauer Gebirge

Das Zittauer Gebirge ist zwar das flächenmäßig kleinste Gebirge Deutschlands, hat aber Einiges zu bieten.

Friedrich war eigentlich auf dem Weg ins Riesengebirge, als er in dieser Landschaft auf die Burg- und Klosterruine Oybin traf. Schon seit dem 18. Jh. waren die durch einen Blitzschlag zur Ruine gewordenen Gemäuer ein beliebtes Motiv für Landschaftsmaler. Mit der Romantik gewann der Ort weitere Popularität - kein Wunder, denn vom Burgberg bietet sich ein herrlicher Ausblick ins Zittauer Umland.

Friedrich fertigte Skizzen und später die Gemälde „Der Träumer“ und „Huttens Grab“ an.

Tipp: Die Ruine der Klosterkirche ist nicht nur schön zu malen, sondern bietet auch eine wunderbare Akustik. Besuchen Sie ein Konzert und lassen Sie die Atmosphäre auf sich wirken.

© Michael R. Hennig DML BY

Dresden Elbland

Das 1832 entstandene Gemälde "Das Große Gehege" gehört zum Spätwerk Friedrichs. Während der Himmel pastellig blau bis orange erstrahlt, öffnet sich der Blick über die Elbe in die schlichte Landschaft des Ostrageheges in der Nähe von Übigau.

© Gunnar Freise

Böhmische Schweiz

Zugegeben, die Böhmische Schweiz liegt nicht in Sachsen, sondern in Tschechien. Erklimmt man aber die Felsen in der Sächsischen Schweiz, gehören markante böhmische Erhebungen wie der Rosenberg und der Kaltenberg oft zum Panorama. 

Friedrich war von diesen beiden Bergen offenbar so fasziniert, dass er eine mehrtägige Wanderung ins Prebischtor-Gebiet unternommen hat. So konnte er einen näheren Blick auf die Erhebungen werfen. Auf den Gemälden "Gebirgslandschaft mit Regenbogen" und "Der Wanderer über dem Nebelmeer" lässt sich die Silhouette des Rosenbergs wiedererkennen.

„Nachdem ich mich eine Zeit lang in Berlin aufgehalten und dort der Kunst obgelegen hatte, kam ich, vor nunmehro achtzehn Jahren, nach Dresden, um hier, in der Nähe der trefflichsten Kunstschätze, und umgeben von einer schönen Natur, meine artistischen Arbeiten fortzusetzen.“ C. D. F.

Sächsische Burgen und Klöster

Geht man in Sachsen auf Wanderschaft, kommt man unweigerlich an zahlreichen Schlössern, Burgen, Klöstern und Kirchen vorbei. So erging es auch Friedrich, der - wie viele Romantiker - ein gesteigertes Interesse für das Mittelalter hatte. Seine Faszination für die geschichtsträchtigen Bauwerke bzw. deren Ruinen lässt sich aus vielen seiner Werke ablesen. Es folgt eine Auswahl sächsischer Gemäuer, die Friedrich nachweislich zu seinen Kunstwerken inspiriert haben.

Burg Hohnstein

Burg Hohnstein

Die Burg Hohnstein trohnt unweit der Bastei weithin sichtbar auf einem Felssport über dem Elbtal. Die fast 700 Jahre alte Burg lockt mit ihrem Museum, ihrer Aussicht, Herberge und ihren Veranstaltungen nicht nur heute viele Besucher an, sondern hat auch Friedrich schon fasziniert. 

Im Sommer im Jahr 1800 skizzierte der Künstler die Toreinfahrt der Burg. Sicherlich hat er sich bei seinem Besuch aber auch den einmaligen Ausblick auf die Sandsteinfelsen der Sächsischen Schweiz nicht entgehen lassen.

Reise-Tipp: Die Burg Hohnstein liegt direkt am Malerweg. Bei einer mehrtägigen Wanderreise auf dem Malerweg entdecken Sie zahlreiche weitere Orte, die Friedrich als Inspirationsquelle dienten. Dazu zählen zum Beispiel das Uttewalder Felsentor und das Basteigebiet.

©  STO Klaus Schieckel KSc, Schlösserland Sachsen

Burg Stolpen

Ein weiteres romantisches Motiv befindet sich nördlich der Sächsischen Schweiz: Die Burg Stolpen. Friedrich hat sie 1820 besucht und selbstverständlich auch skizziert. Die Zeichnungen dokumentieren die Spuren der Zerstörung durch napoleonische Truppen. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit in der "Romantikerecke" und vergleichen Sie Friedrichs Skizze mit dem Originalmotiv.

Jubiläums-Tipps: Die Sonderausstellung "Zwischen Himmel und Erde. Zwei Männer im Gespräch - Eine Annäherung an Caspar David Friedrich" widmet sich unterhaltsam den Silhouetten und Gestalten von Friedrichs Werken. Philosophieren Sie, ob bzw. worüber sich diese Personen wohl unterhalten haben.
vom 22. Juni bis 4. August 2024

Konzert-Tipp: Das Trio TWORNA gibt ein Konzert auf der Burg Stolpen - ganz im Zeichen Caspar David Friedrichs.
am 26. Oktober 2024

© AugustusTours

Kloster Heilig Kreuz bei Meißen

Vom nördlich von Meißen gelegenen Kloster Heilig Kreuz fertigte Friedrich um 1824 unter anderem die Skizze "Blick aus dem Kapitelsaal" an.

Später entstand auf Basis der Skizze ein klein-formatiges Ölbild "Toreingang in Meißen", das Sie im Dresdner Albertinum bewundern können. Die Skizze wird im Kupferstich-Kabinett im Residenzschloss Dresden verwahrt.

© AugustusTours

Schloss Nossen & Kloster Altzella

Im Jahr 1799 besuchte Friedrich das Schloss Nossen und schuf eine Zeichnung des Bauwerks und seiner näheren Umgebung.

Die Gegend scheint ihm so gefallen zu haben, dass Friedrich 1800 dorthin zurückkehrte. Diesmal besuchte er das Kloster Altzella und skizzierte dessen Weinkeller, Schüttgebäude und die Ruine des Sommerspeisesaals. Die Überbleibsel dieses Saals müssen ihn besonders inspiriert haben: 30 Jahre später schuf Friedrich basierend auf seinen Skizzen das Gemälde "Ruinen im Walde".

Ausstellungen, Denkmäler, Erinnerungsorte

Den einmaligen Künstler würdigen

Mit seinen Kunstwerken hat sich Friedrich selbst Denkmäler gesetzt. In Sachsens Ausstellungen finden Sie eine Vielzahl seiner Werke und die seiner Zeitgenossen. Besuchen Sie aber auch weitere Orte und Denkmäler, die zu Ehren Friedrichs geschaffen wurden.

© Kunstsammlungen Chemnitz

Kunstsammlungen Chemnitz

Die Kunstsammlungen Chemnitz haben unzählige Werke der Dresdner Romantik zu bieten, darunter auch Friedrichs Zeichung "Die Harfenspielerin" und sein Gemälde „Segelschiff“.

Letzteres ist im Zuge des Jubiläumsjahres jedoch derzeit auf Reisen und wird in den Sonder-Ausstellungen zu Caspar David Friedrich in Berlin und Dresden ausgestellt werden. Vorraussichtlich ab Anfang 2025 können Sie das Werk wieder in den Kunstsammlungen am Theaterplatz in Chemnitz betrachten. 

Caspar David Friedrichs "Lebensstufen" ©MdBK Leipzig

Museum der Bildenden Künste Leipzig

Im Jahr 1858 auf Initiative des Leipziger Kunstvereins gegründet, weist das Museum der Bildenden Künste  Leipzig heute eine eine der größten Kunstsammlungen Deutschlands auf. Unter anderem beherbergt es fünf Zeichnungen und drei Gemälde Friedrichs, etwa "Lebensstufen".

Allerdings ist noch ein wenig Geduld gefragt: Derzeit sind die drei Schlüsselwerke als Leihgaben in Berlin zu sehen, sollten aber zum Monatswechsel August/September 2024 wieder zurück in Leipzig sein.

Ein Besuch der Dauerausstellung des Museums der Bildenden Künste lohnt sich dennoch auch jetzt schon: Bewundern Sie die Werke von Friedrichs Zeitgenossen und tauchen Sie in die Welt der Romantik ein.

© AugustusTours

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Mit 14 Gemälden, 70 Zeichnungen und einem Skizzenbuch kann Dresden eine der umfangreichsten Sammlungen von Friedrichs Werken vorweisen. Im Albertinum, direkt neben der Kunstakademie, finden Sie aber auch Werke von Friedrichs gutem Freund Carl Gustav Carus, von Ernst Friedrich Oehme und Ludwig Richter.

Übrigens: Ihre Wanderreise auf dem Malerweg mit AugustusTours können Sie durch einen Besuch des Albertinums im Rahmen unseres Erlebnisbausteins "KunstPLUS: Caspar David Friedrich" ergänzen.

Jubiläums-Tipp: Sonderausstellung "Caspar David Friedrich. Wo alles begann"
Kupferstichkabinett: vom 24. August 2024 bis 17. November 2024
Albertinum: vom 24. August 2024 bis 5. Januar 2025

 © Wolf-Eike Kuntsche DML BY

Caspar David Friedrich - Erinnerungsorte

Die Grabstätte des Künstlers ist immer noch erhalten und wird im Rahmen seines 250. Geburtstags neugestaltet. Sie finden die Ruhestätte auf dem Dresdner Trinitatisfriedhof, dessen Eingangsportal im Gemälde „Der Friedhof“ wiederzuerkennen ist. Friedrich hat das Werk 1825 angefertigt. Heute wird es im Albertinum ausgestellt.

Auf Ihrem Weg ins Albertinum dürfte Ihnen das Caspar David Friedrich Denkmal im Brühlschen Garten nicht entgehen. Es wurde 1990 von Wolf Eike Kuntsche gestaltet.

Eine Wegesäule zu Ehren Caspar David Friedrichs befindet sich am Beginn des Caspar-David-Friedrich-Wegs in Krippen. Dort hat der Künstler 1813 einige Sommerwochen verbracht. Die Stele wurde auf Initiative von geschichts- und kunstbegeisterten Einheimischen aufgestellt.

Weitere Jubiläums-Highlights 2024

  • Sonderausstellung im Dresdner Kügelgenhaus: "Wiederentdeckt! Die Malerinnen der Dresdner Romantik"
    Das Museum thematisiert die herausragende Bedeutung Dresdens im Zeitalter der Romantik.
    vom  8. Juni 2024 bis 16. März 2025

  • Sonderausstellung im Dresdner Kraszewski Museum: "Von Wanderlust und Reisefrust“ 
    Erfahren Sie mehr über die Berührungspunkte in Motiven und Lebenswelten der deutschen und polnischen Romantik.
    vom 6. Dezember 2023 bis 27. Oktober 2024

  • "Duell der Romantiker" - Stadtwette zwischen Dresden und Greifswald
    Welche Stadt versammelt in ihrem Stadtzentrum zu Friedrichs Geburtstag mehr Menschen, die im Stile des 19. Jh. gekleidet sind? 
    5. September 2024

  • „Topographie der Sehnsucht – Auf den Spuren Caspar David Friedrichs“ im StadtMuseum Pirna
    Romantik triff Realismus - eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit Friedrichs Werken.
    vom 1. September 2024  bis 3. November 2024

  • Sonderausstellung in der Städtischen Galerie Dresden: "C.D. Friedrich und das Echo der Romantik in der Gegenwartskunst"
    Thema ist auch hier der forwährende Einfluss Friedrichs auf zeitgenössische Kunst.
    vom 13. September 2024 bis 2. März 2025

  • Galakonzerte im Dresdner Zwinger: "Klänge der Romantik - 250 Jahre Caspar David Friedrich"
    Das Dresdner Residenz Orchester präsentiert Kammerorchester-Stücke aus der Romantik unter anderem von Felix Mendelssohn Bartholdy, Peter Tschaikowsky und Gioachino Rossini.
    ab April 2024 ein- bis zweimal monatlich

  • "Audio-Walk: Der Rücken des 'Wanderers über dem Nebelmeer'"
    Bei dem akustischen Spaziergang auf der Festung Königstein können Sie sich dem Maler auf eine etwas andere Art annähern. 
    vom 12. August 2024 bis 20. Oktober 2024

Reisetipps: Auf den Spuren von Caspar David Friedrich

Für Gruppen bieten wir die Kunstreise "250 Jahre Caspar David Friedrich 2024" an, auf welcher Sie die o.g. und viele weitere Sehenswürdigkeiten in Zusammenhang mit Friedrichs Leben entdecken können. 

Sie möchten individuell auf Caspar David Friedrichs Spuren reisen? Dann interressieren Sie vielleicht unsere Wandertouren auf dem Malerweg "Wanderreise am Malerweg Teil 1" und "Wanderreise am Malerweg Teil 2", sowie auch unsere 10-tägige Komplettrunde und 8-tägige Wanderreise am Malerweg, auf denen Sie die Inspirationsquellen des Künstlers in der Sächsischen Schweiz erleben können. Ihren Aufenthalt können Sie durch unsere ErlebnisBAUSTEINE "Wanderung auf dem Caspar-David-Friedrich-Weg" oder "KunstPLUS: Caspar David Friedrich" mit einer weiteren Prise Kultur abrunden.

Entdecken Sie auch unsere weiteren Wanderreisenangebote in der Sächsischen Schweiz. Hier finden Sie noch mehr Informationen über weitere Höhepunkte und Sehenswürdigkeiten im Elbsandsteingebirge.

Credits:  © AugustusTours; © Gunnar Feise; © Sylvio Dittrich, Schlösserland Sachsen; © Michael R. Hennig DML BY; ©  STO Klaus Schieckel KSc, Schlösserland Sachsen;  © Kunstsammlungen Chemnitz; © MdBK Leipzig; © Wolf-Eike Kuntsche DML BY