Reisebericht zu Radreisen entlang von Ilm, Saale und Unstrut

Da ich relativ neu im Team bin, freute ich mich riesig auf meine erste Streckenbefahrung. Diese fand im Frühjahr im schönen Thüringen statt und führte mich von Ilmenau nach Jena und schließlich auf einer Rundtour von Weimar über Naumburg zurück nach Weimar.

Für Sie unterwegs: Auf den Radwegen entlang der Ilm, Saale und Unstrut

Reisebericht unserer Kollegin Catharina Sahlmann, die im Mai 2018 entlang der Flüsse Ilm, Saale und Unstrut unterwegs war

Anreise nach Ilmenau

Wir reisen per Bahn von Dresden nach Ilmenau. Hierfür fahren wir zunächst mit dem ICE nach Erfurt und dann weiter mit der Süd-Thüringen-Bahn nach Ilmenau. Schon vom Zug aus kann man sich nicht satt sehen an der schönen Landschaft. Schnell haben wir unser Hotel in Ilmenau gefunden. Dies befindet sich direkt in der Fußgängerzone und wir haben Glück: Es ist Markttag und wir können uns gut stärken.

Unsere Leihräder

Die Leihräder unseres Partners

Wie auch unsere Kunden haben wir uns Leihräder genommen. Diese hier sind von einem ortsansässigen Fahrradverleiher aus Thüringen, mit dem wir schon lange zusammenarbeiten. Die knallblauen Räder entdecken wir gut verschlossen in der Tiefgarage des Hotels. Nun starten wir eine erste Spritztour und erkunden das kleine aber feine Ilmenau, welches natürlich vor allem von Goethe geprägt ist. Am Nachmittag wandern wir noch auf den Kickelhahn, der mit 861m der höchste Punkt des Stadtgebietes ist. Dies ist eine schweißtreibende Angelegenheit, jedoch werden wir mit einem fantastischen Blick über den Thüringer Wald belohnt. Hier befindet sich auch das Goethehaus, in dem Goethe 1780 das berühmte Gedicht "Wanderers Nachtlied" (Über allen Gipfeln ist Ruh) an die Wand kritzelte. Sehr zu empfehlen!

Etappe 1: Ilmenau nach Bad Berka (ca. 48 km)

Ausblick vom Kickelhahn in Ilmenau

Nach einem umfangreichen Frühstück starten wir unsere Radtour. Wir genehmigen uns noch einen kurzen Abstecher zum Campus der Technischen Universität Ilmenau, bevor es immer an der Ilm entlang nach Langewiesen geht. Wir erwischen die ganze Tour über perfektes Wetter und radeln so auf durchweg asphaltierten Wegen durch die schöne Landschaft mit vielen Rapsfeldern. Bei Gräfinau-Angstedt machen wir zum ersten Mal Rast. Mögliche Abstecher entlang der Tour sind der Salinebohrturm bei Cottendorf oder die Brauerei Singen. Nun erreichen wir Stadtilm mit dem Eisenbahnviadukt, welches mit 13 Bögen eine Gesamtlänge von 202 Metern aufweist. Auf dem großen Marktplatz von Stadtilm (der „größte Marktplatz Thüringens“) machen wir Pause und bestellen uns ein Eis. Viele Radfahrer scheinen an dieser Eisdiele zu pausieren. Nach der Stärkung geht es weiter nach Kleinhettstedt, wo die nächste „Attraktion“ auf uns wartet: eine Straußenfarm. Wir erreichen die Zwei-Burgen-Stadt Kranichfeld und besuchen die Niederburg ehe wir zum Ziel Bad Berka gelangen. Hier schauen wir uns noch den Goethebrunnen an.

Etappe 2: Bad Berka nach Jena (ca. 30 km)

Eisenbahnviadukt bei Stadtilm

Gut gestärkt treten wir die „kurze“ Etappe nach Jena an. In Buchfart schauen wir uns die historische Holzbrücke an und schieben dann das nächste Stück, da es sehr steil bergauf geht. Wir fahren weiter an der Ilm entlang, ehe wir in Mellingen auf die „Thüringer Städtekette“ treffen. Wir befinden uns jetzt auf der angebotenen Radreise „Rundtour Weimar-Naumburg-Weimar“. Nun geht es nur noch bergab und wir lassen uns bis ins Stadtzentrum von Jena rollen. Da die Etappe recht kurz ist, bleibt uns genug Zeit die Stadt zu erkunden. Wir fahren auf den JenTower und schauen uns alles von oben an. Des Weiteren genießen wir das Schlemmen auf einem kleinen Stadtfest.

Etappe 3: Jena nach Naumburg (ca. 55 km)

Aussicht von der Rudelsburg

Wir fahren immer an der Saale entlang über Dornburg nach Camburg und legen dort eine Pause ein. Nach kurzer Erholung geht es weiter nach Klein- bzw. Großheringen, wo die Ilm in die Saale mündet. Wir erblicken nun die Burg Saaleck und die Rudelsburg und entscheiden uns für den Weg zur Rudelsburg. Dieser ist sehr steil und wir schieben das letzte Stück. Es offenbart sich ein wunderschöner Ausblick und wir verweilen kurz an diesem Ort. Der Weg hinab ins Tal ist steinig und steil. Hier ist es etwas gefährlich und man sollte das kurze Stück schieben. Nun geht es durch einen Wald nach Bad Kösen, wo wir kurz in den schönen Parkanlagen verweilen. Nach Naumburg fahren wir durch den Blütengrund und befinden uns die ganze Zeit im Grünen. Schon von weitem ragen die Türme des Naumburger Doms heraus. Wir erkunden noch die Stadt mit den historischen Bauten und dem schönen Marktplatz ehe wir uns ein leckeres Abendessen gönnen.

Etappe 4: Ausflug nach Wangen und Radtour über Naumburg nach Bad Sulza (ca. 60 km)

Naumburger Dom

Am Morgen nehmen wir einen zeitigen Zug nach Wangen (9.42 Uhr). Wir passen mit unseren Rädern gerade so hinein, da der Zug nur aus einem Waggon besteht. In Wangen angelangt, fahren wir noch kurz zur Arche Nebra ehe wir dem Unstrut-Radweg durch Weinberge und wunderschöne Landschaft folgen. Durch Burgscheidungen, Dorndorf und Laucha führt uns der Weg in die Sektstadt Freyburg. Nach einer kurzen Stärkung gelangen wir wieder nach Naumburg, aber folgen nicht weiter dem Saale-Radweg, sondern nehmen die Abkürzung über die Fähre im Naumburger Blütengrund. So haben wir uns ein paar Kilometer gespart. Nun geht es den Weg zurück, den wir am Dienstag gekommen sind. Diesmal fahren wir nicht zur Rudelsburg, sondern nutzen den Radweg am westlichen Saaleufer bis nach Klein- bzw. Großheringen. Hier sehen wir den Zusammenfluss von Ilm und Saale und befinden uns nach kurzer Zeit in Bad Sulza, unserem Übernachtungsort. Da wir gut durchgekommen sind und ein Thermenaufenthalt in der Übernachtung inklusive ist, entspannen wir noch etwas in der Toskana Therme Bad Sulza.

Bad Sulza nach Weimar (ca. 32 km)

Die Ilm kurz vor Weimar

Am letzten Radeltag, dem Männertag, fahren wir weiter auf dem Ilmtal-Radweg Richtung Weimar. Vorbei an einigen Männergruppen und Bollerwagen bahnen wir uns den Weg über Wickerstedt nach Apolda. Nachdem wir uns Apolda ein wenig angeschaut haben, geht es gemütlich weiter nach Weimar. Leider regnet es an diesem Tag etwas, aber wir sind ja gut ausgestattet und eine kurze Dusche kann auch erfrischend sein. Unser Hotel befindet sich direkt im Stadtzentrum und so haben wir noch genug Zeit die Stadt zu erkunden – wie zum Beispiel das Goethe-Schiller-Denkmal.

Fazit unserer Radtour

Wir sind insgesamt ca. 250 km gefahren und hatten bis auf den letzten Radeltag immer super Wetter. Die Sonne hat durchweg geschienen, aber es war auch nicht zu heiß. Perfektes Radelwetter! Ilmtal-, Saale- und Unstrut-Radweg sind alle sehr gut ausgeschildert, größtenteils asphaltiert und führen selten entlang einer Verkehrsstraße. Wir haben uns sehr gut zurechtgefunden und hatten wunderschöne Tage. Der Mix aus Landschaft, Natur und Einsamkeit, aber auch Stadt, Sehenswürdigkeiten und Menschen hat für mich den Reiz dieser Tour ausgemacht. In allen Hotels waren unsere Räder sicher untergebracht und wir wurden herzlich empfangen. Ich kann die Tour nur jedem empfehlen!

Wenn Sie jetzt die Reiselust gepackt hat, dann werfen Sie doch einen Blick auf unsere 7-tägige Rundtour ab/an Weimar und die Kurztour von Ilmenau nach Naumburg! Falls Sie sich für das Bundesland Thüringen und dessen umliegende Regionen interessieren, haben wir ebenfalls Touren rund um die Saale und die Unstrut in unserem Programm.

Falls Sie noch mehr Informationen zu unseren Radreisen sammeln möchten, dann werfen Sie einen Blick auf weitere Reiseberichte von uns.

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