Ausflugziele und Sehenswürdigkeiten in der Hinteren Sächsischen Schweiz

Die Sächsische Schweiz als deutscher Teil des Elbsandsteingebirges erfreut sich einer stetig wachsenden Beliebtheit bei wanderfreudigen Besuchern aus dem In- und Ausland. Die bizarren Felsformationen aus Sandstein bilden im Zusammenspiel mit den dichten Kiefern- und Laubwäldern, den weiten Landschaften und Feldern sowie den kleinen, verträumten Ortschaften ein unverwechselbares und vielfältiges Reiseziel für Urlauber, die sich nach Natur und aktiver Erholung sehnen.

Kirnitzschtal - Obere Schleuse Rindenhuette in der Hinteren Sächsischen SchweizDer so genannte vordere Teil der Sächsischen Schweiz glänzt mit Highlights wie der Festung Königstein, den Schrammsteinen und natürlich der Bastei, die jedes Jahr über 1,5 Millionen Besucher zählt.

Jedoch hat das Elbsandsteingebirge abseits der üblichen Besuchermagnete noch viel mehr zu bieten und erhielt deshalb nicht ohne Grund von der Bundesregierung den Titel "Ort der Vielfalt". Erleben Sie mit AugustusTours die landschaftlichen Schönheiten der Hinteren Sächsischen Schweiz, nahe der Böhmischen Schweiz an der tschechischen Grenze, und lernen Sie die verschiedensten Wanderrouten mit ihren Schluchten, Tälern und unzähligen Aussichtspunkten auf den Sandsteinfelsen bei einem Wanderurlaub kennen.

Sehenswertes der Hinteren Sächsischen Schweiz!

Sebnitz in der Hinteren Sächsichen SchweizDas Gebiet der Sächsischen Schweiz liegt im namensgebenden Bundesland Sachsen, südöstlich der barocken Landeshauptstadt Dresden und ist der bekannteste Teil des Elbsandsteingebirges. Die Hintere Sächsische Schweiz erstreckt sich rechts der Elbe und besticht mit imposanten Wald- und Felsrevieren von Bad Schandau bis zum Sebnitztal und der tschechischen Grenze.

Die unverwechselbaren Steinformen der Sächsischen Schweiz entstanden vor Millionen von Jahren durch eine Folge von chemisch-physikalischer Erosion und eine Reihe biologischer Prozesse in den Gesteinen und bildeten damit das heutige Gebirge. Aufgrund der unzähligen Wanderrouten verschiedenster Schwierigkeitsgrade und der Vielzahl von Aufstiegsmöglichkeiten zu den Felsen und ihren Aussichtspunkten, wird die Sächsische Schweiz gern von Kletterern und Wanderern erkundet.

Das Elbsandsteingebirge ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens erschlossen. Die meisten Verkehrsbetriebe der Region gehören zum Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). Das bedeutet, dass ein Ticket für alle Nahverkehrsmittel wie Fähre, Bus, Zug oder S-Bahn gilt und so problemlos umhergereist werden kann.

Wanderreise-Spaß in der Hinteren Sächsischen Schweiz

Wandern in der Hinteren Sächsischen Schweiz bedeutet, in die Natur des Gebirges einzutauchen, und die Umgebung aus einem ganz neuen Blickwinkel kennen zu lernen. Genießen Sie Ihren Aktivurlaub auf gut ausgebauten Wanderrouten: Egal ob lange, kurze, flache, steile Strecken, ob dichte Wälder oder weite Gebiete, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Sehenswürdigkeiten der Hinteren Sächsischen Schweiz auf einen Blick

Bad Schandau und seine acht Ortsteile

Schmilka in der Hinteren Sächsischen SchweizEin kleines kulturelles Erlebnis bietet die sächsische Kleinstadt Bad Schandau mit ihren Fachwerkhäusern. Zu Beginn Ihrer Wanderreise in der Hinteren Sächsischen Schweiz haben Sie die Möglichkeit, den staatlich anerkannten Kneippkur- und Erholungsort, welcher im 14. Jahrhundert gegründet wurde, zu erkunden.

Als einer von acht Ortsteilen ist die Sommerfrische Postelwitz recht interessant. Es besteht aus einer circa zwei Kilometer langen Häuserzeile und presst sich direkt unterhalb der Schrammsteine an einen Felshang. Die sieben noch erhaltenen Fachwerkhäuser in der Reihe (Nr. 55 bis 67) werden auch die Sieben-Brüder-Häuser genannt. Sie gehen auf eine Sage zurück, in der ein Schiffer für seine Söhne jeweils ein Haus errichtet haben soll. Jedoch sein eigenes Gebäude aber hätte alle überragt.

Schmilka ist mit 137 Seelen der kleinste Ortsteil Bad Schandaus und dient als Ausgangspunkt zu Wanderungen, zum Beispiel der Schrammsteine oder dem Großen Winterberg. Ostrau erhebt sich 130 Meter über der Elbe. Hier stehen alte Holzvillen und Bauernhöfe im Fachwerkstil. Mit dem historischen Personenaufzug – ebenfalls eine sehenswerte Attraktion in Bad Schandau – gelangen Sie zur Ostrauer Scheibe und bekommen von hier einen perfekten Rundumblick auf die Umgebung des Elbsandsteingebirges und dem Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz – den Lilienstein.

Kirnitzschtal

KirnitzschtalbahnEine wirklich lohnenswerte Abwechslung von Gipfelbesteigungen bietet das Kirnitzschtal. Hier können Sie es auch mal richtig ruhig angehen und über Ostern eine romantische Bootsfahrt auf der Kirnitzsch unternehmen. Auch eine gemütliche Straßenbahnfahrt mit der Kirnitzschtalbahn lohnt auf alle Fälle.

Die historische Straßenbahn, welche seit 1898 in Betrieb ist, verbindet Bad Schandau und den Sebnitzer Ortsteil Lichtenhain, in welchem Sie nach einer gemütlichen Fahrt den beliebten Lichtenhainer Wasserfall, als eine weitere Sehenswürdigkeit der Hinteren Sächsischen Schweiz, besichtigen können. Bad Schandau ist im Übrigen der kleinste deutsche Ort mit einem selbstverwalteten Straßenbahnbetrieb.

Landschaftliche Reize der Hinteren Sächsischen Schweiz

Blick vom Tanzplan auf die Hintere Sächsische SchweizeDie Wanderroute von Bad Schandau nach Sebnitz ist sehr lohnenswert und landschaftlich unglaublich abwechslungsreich. Hier laufen Sie auf dem Panoramaweg, der seinem Namen alle Ehre macht, da Sie eine beeindruckende Weitsicht auf das Felsengebiet der Affensteine bekommen. Die Affensteine sind eine langgestreckte, stark zerklüftete Felsgruppe des Elbsandsteingebirges. Zur Entstehung des Namens "Affensteine" erfahren Sie am Ende dieses Beitrages mehr. 

Ebenfalls ein echtes Wander-Eldorado ist der tschechische Teil im Schluckenauer Zipfel. In diesem weitaus weniger touristisch frequentierten Teil des Elbsandsteingebirges befindet sich der Berg Tanzplan, von dessen Turm in 598 Meter Höhe Sie eine traumhafte Rundumsicht bekommen.

Sebnitz

Urzeitpark in Sebnitz, einen hübschen Ort in der Hinteren Sächsischen SchweizSebnitz ist eine historisch wertvolle Stadt und anerkannter Erholungsort. Die Stadt der Seidenblumen, wie Sebnitz auch genannt wird, lockt mit einem Besuch der Kunstblumenschaumanufaktur, welche bereits seit 1834 betrieben wird. Hier sollten Sie sich auf Grund der Nähe zur Tschechischen Republik einen Teller Gulasch mit Böhmischen Knödeln nicht entgehen lassen. Auch der Urzeitpark in Sebnitz ist eine sehenswerte Attraktion. Das Freilichtmuseum gibt einen einzigartigen Eindruck in das Leben vor millionen von Jahren.

In Hinterhermsdorf, einem Ortsteil von Sebnitz, haben wanderfreudige Urlauber gleich die Auswahl zwischen dem Nationalpark Sächsische Schweiz und dem Nationalpark Böhmische Schweiz, da das verträumte Örtchen, welches bundesweit zum schönsten Dorf gekürt wurde, direkt an der tschechischen Grenze liegt. Verbinden Sie Ihren Aufenthalt mit einer Wanderung zur Wachbergbaude, ein Besuchermagnet, welcher mit einer Aussicht auf die Tafelberge in 496 Metern Höhe belohnt.

Wissenswertes zu den Namen einiger Sehenswürdigkeiten der (Hinteren) Sächsischen Schweiz

Hätten Sie es gewusst? Hier erfahren Sie noch einiges Interessantes zur Entstehung der Namen einiger Sehenswürdigkeiten in der (Hinteren) Sächsischen Schweiz.

  • Wanderer in der Hinteren Sächsischen SchweizDer Große Winterberg wurde bereits seit dem Mittelalter so bezeichnet. Bedingt durch seine relativ große Höhe trägt der Berg im Gegensatz zu seiner Umgebung länger und häufiger eine geschlossene Schneedecke.
  • Der Lilienstein hat nichts mit Blumen zu tun, er wurde vermutlich von St. Gilgen oder St. Ilgen abgeleitet (frühere Namen waren "Ylgenstein" und "Illgenstein"). Dieser Namensstamm ist auf den Heiligen Aegidius zurückzuführen.
  • Es gibt zwei Varianten zur Namensgebung der Affensteine. Die erste Variante ist auf die spektakuläre Flucht eines jungen Adligen zurück zu führen, der im Gebiet der Affensteine eingekerkert war. Der Legende nach besaß er einen zahmen Affen, um dessen Körper er einen Strick band, um mit ihm den Felsen hinaufzusteigen und nach Böhmen zu flüchten. Die wohl wahrscheinlichere Variante leitet sich vom altdeutschen Wort "Auf" für Uhu ab, dessen Bezeichnung der Aufsteine mit den Jahren zu Affensteine wurde.
  • Der Name Kuhstall wird auf zwei mögliche Ursachen zurückgeführt. Zum einen versteckte die Bevölkerung der umliegenden Orte während des Dreißigjährigen Kriegs in dem sehr breiten Felsentor ihr Vieh vor marodierenden schwedischen Soldaten. Zum anderen wird vermutet, dass bereits die Bewohner der mittelalterlichen Burg, die zum Schluss zu einem Raubritternest verkommen war, dort das Vieh unterbrachten, das sie bei ihren Raubzügen erbeuteten.
  • Aufsteig zum PfaffensteinDer Name Pfaffenstein rührt sehr wahrscheinlich von dem nahegelegenen Pfaffendorf her. Dieser heutige Ortsteil von Königstein bekam seinen Namen davon, dass die Einwohner dem Königsteiner Geistlichen im Mittelalter zinspflichtig waren, wie es auch in der erstmaligen urkundlichen Nennung des Ortes im Jahre 1437 erwähnt wird

Wir hoffen, dass wir Ihr Interesse für das vielfältige Wandergebiet der Hinteren Sächsischen Schweiz und des Nationalparks Sächsische Schweiz wecken konnten. Falls Sie Ihren nächsten Urlaub im Elbsandsteingebirge verbringen möchten und die beschriebenen Sehenswürdigkeiten und Ausflugziele besuchen wollen, dann schauen Sie sich gerne unsere 7-tägige Rundwanderung Hintere Sächsische Schweiz ab/an Bad Schandau an.

Hier finden Sie noch ein paar weitere Attraktionen entlang des Malerweges bzw. bekannte Sehenswürdigkeiten im Elbsandsteingebirge.

Sie haben gleich Fernweh bekommen? Dann schauen Sie doch mal durch unsere vielfältigen Wanderangebote im Elbsandsteingebirge. Wir beraten Sie gern zu den für Sie am besten passenden Angeboten!

 

Bildquellen: © AugustusTours, © Julien Coillard, , © Robert Michalk Photography